Wertpapierdepot Vergleich

Wertpapierdepot

Im Wertpapierdepot verwahrt eine Bank die Wertpapiere eines Kunden, also Aktien, Rohstoff- und Währungsanlagen oder Derivate darauf. Das moderne Wertpapierdepot wird elektronisch geführt. Die Bank muss über die übliche Bankenlizenz verfügen und wird dementsprechend von der staatlichen Bankenaufsichtsbehörde (in Deutschland der BaFin) kontrolliert.

 

 

Häufige Fragen zum Wertpapierdepot

Grundsätzliches zum Wertpapierdepot

 


 

Welche Vorteile bringt ein Wertpapierdepot?

Wer Wertpapiere erwerben möchte, benötigt ein Werpapierdepot. Dort erfolgt gleichzeitig die Kursfeststellung der Wertpapiere, und zwar mindestens täglich und bei vielen Wertpapieren permanent während der Börsenhandelszeiten. Auch die Käufe und Verkäufe führt der Kunde online über das Wertpapierdepotkonto durch, wobei es immer auch die Möglichkeit der telefonischen oder persönlichen Order gibt. Die Online-Order ist in der Regel die weitaus günstigste Variante.

 


 

Kann das Wertpapierdepot als Sparanlagekonto bezeichnet werden?

Genau genommen ist es kein Sparkonto, denn die Wertpapiere können im Kurs fallen. Auch juristisch zählen die meisten Wertpapiere nicht zu den Sichteinlagen wie Sparbuchkonten oder Festgelder, daher unterliegen sie nur begrenzt der Einlagensicherung der deutschen Banken, nämlich zu 90 % bis zum Maximalwert von 20.000 Euro. Sichteinlagen hingegen sind staatlich zu 100 % bis 100.000 Euro geschützt, durch Eigenverpflichtungen vieler Banken auch weit darüber hinaus. Es gibt jedoch auch mündelsichere Wertpapiere wie Bundesanleihen, deren Wert erwartbar nicht verfällt, sondern ab Kauf eine feste Rendite einbringt. Diese Wertpapiere dürfen zwar als Sparanlagen im Verständnis der Sparer gelten, der Staat klassifiziert sie nicht umsonst als mündelsicher und damit unverfallbar. Allerdings sind sie wie alle Wertpapiere bei einer Insolvenz der Bank ebenfalls nur bis 90 % und maximal 20.000 Euro geschützt (§ 4EAEG).

 


 

Welche Gebühren entstehen durch die Führung eines Wertpapierkontos?

Die Bank kann eine Kontoführungsgebühr erheben, die in der Regel in Prozenten des Anlagewertes berechnet wird. Hinzu kann eine Grundgebühr kommen. Die prozentuale Gebühr kann degressiv gestaltet sein, also mit der Höhe der Anlage sinken. Sie ist an sich nicht sehr hoch und überschreitet kaum jemals 1,0 %, in vielen Fällen liegt sie deutlich darunter. Bei der Commerzbank sind es aktuell 0,175 % bis zur Anlagesumme von 75.000 Euro, danach setzt die Degression ein. Hinzu kommt eine Grundgebühr von quartalsweise 4,95 Euro. Die meisten Raiffeisenbanken erheben eine Gebühr von 1,0 %, aber keine Grundgebühr. Es gibt jedoch auch die kostenlose Depotführung etwa bei der Postbank ab dem Anlagewert von 50.000 Euro, darunter entsteht eine Grundgebühr von 4,95 Euro pro Quartal. Neben vielen weiteren Modellen bieten insbesondere Direktbanken und Online-Broker die Wertpapierdepotführung komplett kostenlos an. Es entstehen jedoch in jedem Fall Ordergebühren, die wiederum mit dem Volumen steigen. Sie können im günstigsten Fall um rund 4,95 Euro betragen (bei Discount-Brokern, einem niedrigen Ordervolumen bis maximal 1.500 Euro und auf ausgewählte Wertpapiere), es sind aber auch Ordergebühren von 10 bis 12 Euro und darüber möglich. Sie setzen sich aus der reinen Ordergebühr an die Bank, Emittenten-Kommissionen und Börsenplatzspesen zusammen. (Stand 06/2015)

 


 

Was ist noch wichtig beim Wertpapierdepot?

Besonders aktive Anleger müssen beachten, dass trotz Online-Zugang nicht bei jedem Wertpapierdepot eine Art Daytrading möglich ist, also der Kauf und Verkauf zu sekündlich festgestellten Realtime-Kursen. Wer das wünscht, muss auf einen reinen Online-Broker setzen, bei dem durchaus auch Wertpapiere verwahrt werden können.

 


 

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