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Motoröl

oeldeckel

Mineralöl wird direkt aus Destillaten vom Rohöl gewonnen und beim modernen Synthetik Öl dient Erdöl oder auch Kohle als Rohstoff und es erfordert ein besonderes, aufwendigeres Herstellungsverfahren. Teilsynthetische Motoröle bestehen aus einem Mix dieser beiden Öle als Komponenten.

Neben dieser lebenswichtigen Schmierung im Motor übernimmt das Motoröl auch Aufgabe, die vielen Autofahreren gar nicht richtig bekannt sind, wie zum Beispiel:

 

Modernes Öl beinhaltet sogenannte Additive, um all diesen Anforderungen gerecht zu werden. Diese erhöhen z.B. die Eigenschaft des Motoröls, Schmutzpartikel, Abrieb und Ruß in der Schwebe zu halten (Verhinderung von Ölschlammbildung).

Die unterschiedliche Viskosität (Fließzähigkeit) vom Motorenöl dient der besseren Zuordnung zu Einsatzaußentemperaturen. Der Buchstabe „W“ in der Viskositätszuordnung besagt so viel wie „Wintereignung“. Viskositätsklassen gab es früher bei unvergütetem Öl nur als sogenanntes Einbereichsöl (z.B. W 20).

Heutzutage findet man im Handel vorwiegend Mehrbereichsöle, es wird gleich ein ganzes Viskositätsspektrum angegeben (z.B. W 10-50). Mehrbereichsöle enthalten höherwertige Additive, um die jeweiligen Eigenschaften zu optimieren. Unterschiedlichste Viskositäten werden auch deshalb benötigt, weil ein Verbrennungsmotor im Kaltstart bereits über eine Mindestschmierung verfügen muss (Motorenöl darf nicht zu zähflüssig sein). Reziprok darf bei heißen Temperaturen die Motorenöle nicht so dünnflüssig werden lassen, dass der Schmierfilm reißt.

Mehrbereichsöle kann man in Westeuropa auch als Ganzjahresöle bezeichnen, exakte Spezifikationen zu den Motorölen gibt Ihnen die Betriebsanleitung. Nicht jedes Öl ist für jeden Motor uneingeschränkt geeignet, die Fahrzeughersteller sprechen da in der Regel Empfehlungen und Mindestspezifikationen aus. Gängige Spezifikationen sind: 5W-30, 5W-40, 10W-40 u.s.w.

Die SAE-Viskositätsklassen werden seit 1911 von der Society of Automotive Engineers festgelegt.

 


 

Viskositätsklassen (SAE-Klassen) in der Übersicht

0W-40
Temeraturbereich:
-40 bis 40°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

0W-30
Temeraturbereich:
-40 bis 30°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

0W-20
Temeraturbereich:
-40 bis 20°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

5W-40
Temeraturbereich:
-30 bis 40°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

5W-30
Temeraturbereich:
-30 bis 30°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

5W-20
Temeraturbereich:
-30 bis 20°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

10W-60
Temeraturbereich:
-20 bis 60°C
Mehrbereichsmotorenöl, ganzjährig verwendbar

 


 

Longlife-Öl

Longlife-Motorenöle sind in aller Regel Leichtlauföle. Sie sind für Fahrzeuge mit computerberechnetem Longlife-Service vorgeschrieben und dürfen keinesfalls mit anderen Motorölen ergänzt oder aufgefüllt werden.

 


 

Motorrad Öl

Ein Motorrad-Öl unterscheidet sich prinzipiell nicht von einem Öl für Automobile. Allerdings sind bei vielen Motorrädern die Getriebe so in die Motoren integriert, dass es nur einen Ölkreislauf gibt.

 


 

Haltbarkeit von Motorenöl

Motorenöl in einem luftdichten Behältnis aufbewahrt hat eine Haltbarkeit von ca. 3-5 Jahren. Das sind zumindest die Angaben der meisten Ölhersteller. Da die Additive die im Motorenöl enthalten sind auch ohne Nutzung altern sollte man Motorenöl nicht zu lange lagen, bzw. den auf den Öl Dosen angegebene Zeitraum keineswegs überschreiten. Angebrochene Öl Dosen sind innerhalb eines halben Jahres zu verbrauchen, denn durch die Verbindung mit Luft atmet das Öl und die Wirkung der vorhandenen Additive vermindert. Öl sollte man nicht auf Jahre voraus auf Vorrat kaufen – auch wenn es einmal ein etwas günstigeres Angebot gibt.

 


 

Ölzusätze

Die Werbung verspricht uns mit den richtigen Motorölzusätzen die Reibung im Motor zu senken und dadurch den Verbrauch zu minimieren.

Braucht man also Ölzusätze?

Die Frage kann man sich eigentlich selber beantworten. Motorenhersteller testen jahrelang die Zusammensetzung und Abstimmung von Motorenöl um das bestmöglicher Ergebnis für die einzelnen Motoren zu erzielen. Aus diesem Grund schreiben die Hersteller auch meist ein oder mehrere Motoröle vor, die bei einem Fahrzeug verwendet werden können – zumindest die Eigenschaften sind vorgegeben. Da sollte man nicht anfangen den Entwicklern in Ihr Handwerk zu pfuschen und die Zusammensetzung des Motoröls zu verändern. Ein anderer Gesichtspunkt ist das Thema Garantie / Gewährleistung. Kaum ein Hersteller zahlt bei einem Motorschaden gerne. Aus diesem Grund werden die meisten Motoren auch im Werk untersucht um die Schadensursache zu ermitteln. Stellt man dann fest das ein Öl Zusatz verwendet wurde…

 


 

Ölwechsel - wann und warum?

Grundsätzlich sollte man sich bei den Ölwechselintervallen genauestens an die Vorgaben der Hersteller halten. Es gibt Autohersteller die Garantieansprüche ablehnen wenn die Inspektion eine Woche zu spät durchgeführt wurde.

Warum sollte das Motorenöl regelmäßig gewechselt werden?

Öl enthält Additive die mit der Zeit altern. Da ein Motor kein 100% geschlossenes System ist dringt auch Luft und Kondenswasser ein. Das sorgt dafür das die Qualität des Motorenöls langsam nachlässt und es irgendwann seiner Hauptaufgabe – dem Schmieren und vermindern von Reibung – nicht mehr optimal nachkommen kann. Weiterhin reinigt Motorenöl auch den Motor, denn es transportiert Abrieb in den Ölfilter. Aus diesem Grund muss auch der Ölfilter bei einem Motorölwechsel erneuert werden.

 


 

Ölschlammbildung

Die Schlammbildung entsteht durch eine Oxidation, die in Verbindung mit Kondenswasser und Luft entsteht. Etwas Schlamm ist normal – dieser lagert sich in der Ölwanne ab und wird beim Ölwechsel entfern. Zuviel Ölschlamm kann die Wirkung des Öls verschlechtern und die Bohrungen im Motor verengen, so dass es zu einem Motorschaden kommen kann. Kurzstreckenfahrer sollten öfters das Motoröl wechseln, denn Kurzstrecken begünstigen Schlammbildung.