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GmbH

Der Bundestag hat am 26.06.08 ein Gesetz die Modernisierung des GmbH-Rechts beschlossen:

Hierin steht, dass es in Deutschland möglich sein wird, die sogenannte "Mini-GmbH" - zu gründen. Denn bisher sind für eine Gründung einer GmbH in Deutschland 25 000 Euro Stammkapital und im Folgenden erläuterte weitere Schritte notwendig.

Bisher entsteht eine GmbH in Deutschland mit der Eintragung im Handelsregister durch den Geschäftsführer. Davor muss die Firma der zukünftigen GmbH zugelassen sein und der Gegenstand nach der Gewerbeordnung (GewO) durch die lokale IHK anerkannt sein. Zudem muss der Gründungsbeschluss, der die Bezeichnung der Firma, den Stammkapitalsbetrag und dessen Übernahme durch die Gesellschafter, die Form der Einlagenleistung und die Bestellung des oder der Geschäftsführer enthält, notariell beurkundet werden. Die Satzung der GmbH wird dem Gründungsbeschluss beigefügt und dem Finanzamt zugeleitet. Wie hoch die Stammeinlagen der einzelnen Gesellschafter sind, wird in der Satzung geregelt, wobei sie mindestens 100,00 Euro betragen muss und durch 50 teilbar sein muss. Für die GmbH muss ein Bankkonto eröffnet werden und die Einlagen müssen geleistet und durch die Bank bestätigt werden. Ein deutscher Notar muss die notariell beglaubigte Registeranmeldung und Anlagen beim Handelsregister einreichen. Als Stichtag der Eröffnungsbilanz, die vom Geschäftsführer unterzeichnet sein muss, kommen das Datum der notariellen Beurkundung der Errichtung der GmbH und spätestens das Einlagedatum in Frage. Nach der Handelsregistereintragung erfolgt die Veröffentlichung in der Presse sowie die Information des Notars durch das Registergericht. Danach kann die Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde erfolgen.

Die Zeit für diese Vorgänge beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen und soll mit der neuen Mini-GmbH erheblich verkürzt werden. Für die Gründung einer GmbH in Deutschland muß man mit Kosten an das Registergericht (100Euro), den Notar (380 Euro+Mwst.), die kontoführende Bank und die Veröffentlichungen (240 Euro) und oft noch Beratungshonoraren für RA oder Steuerberater rechnen. Nach deutschem Gesellschaftsrecht kann eine GmbH durch Bar/und oder Sachgründung aufgebaut werden, die zuerst an die "Vorgründungsgesellschaft" geht und mindestens 25 % auf jede Bareinlage betragen muss und alle Sacheinlagen nachweislich geleistet sein müssen, sodass das Kapital mindestens 50 % des Mindeststammkapitals, also 12.500,00 Euro betragen muss. Sacheinlagen dürfen bewegliche oder unbewegliche körperliche Gegenstände, Rechte, Forderungen und Sach-und Rechtsgesamtheiten wie Kundenstamm etc. sein. Die Gewinne einer GmbH unterliegen grundsätzlich der Körperschaftsteuer, der Gewerbesteuer, dem Solidaritätszuschlag, der Umsatzsteuer und der Lohnsteuer. Dadurch ergeben sich Pflichten zur Buchführung, Abgabe von elektronischen Voranmeldungen, Steuererklärungen, Jahresabschluss, fristgerechte Steuerzahlungen und laufende Registerkosten und ein IHK-Beitrag, die durch die Geschäftsführung getätigt werden müssen.

Geschäftsbriefe müssen einer besonderen Form unterliegen. Insgesamt ist zu raten, dass man sich sowohl für Beratung, Formulare und Eintragungen Spezialisten aus dem Rechts-oder Steuerfach suchen sollte, da die GmbH Gründung sonst ein sehr teures und kompliziertes Geschehen sein kann.

Durch die neue gesetzliche Regelung soll der Gründungsaufwand reduziert werden und das Stammkapital auf einen Euro gesenkt werden. Die Mini-GmbH wird als Haftungsbeschränkte Unternehmensgesellschaft (UG)bezeichnet. Hier kann man mit der Übernahme sogenannter Mustersatzungen die Ausarbeitung eines Gesellschaftervertrages sparen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgt schneller.

Die Neureglung wird voraussichtlich zum 1. Oktober 2008 in Kraft treten

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