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Milchglasfolie

Wozu dient eine Milchglasfolie?

Gerade in Parterrewohnungen oder in Gebäuden mit nahegelegenen Nachbarhäusern kennt wohl jeder das Gefühl ständig beobachtet zu werden. Dieses Problem kann mit schweren Gardinen oder Jalousien behoben werden, dann aber wird der Raum dunkel und ungemütlich. Milchglas kann hier Abhilfe schaffen, ist aber relativ teuer. Eine Milchglasfolie bietet dazu eine preisgünstige Alternative. In verschiedenen Verfahren wird Milchglasfolie auf das Fenster geklebt und dient damit als wirkungsvoller Sichtschutz. Einige Modelle bieten außerdem auch einen gewissen Sonnenschutz, was z.B. in Kinderzimmern sinnvoll erscheint. Milchglasfolien können aber auch für Glastische, Duschkabinen oder Glasschränke verwendet werden und diese in Milchglastische bzw. -schränke verwandeln oder auch nur eine dekorative Abwechslung bieten. Es gibt dabei unzählige Muster und Dekorationen für die Glasflächen, wodurch sie mit einfachen Mitteln ästhetische Akzente in die Wohnung bringen können.

Unterschiede bei Milchglasfolien

Unterschiede bei einer Milchglasfolie gibt es z.B. bei der UV-Haltbarkeit. Deshalb sollte vor der Montage unbedingt darauf geachtet werden, wie stark die UV-Belastung an der zu beklebenden Stelle ist. Danach sollte dann auch die Folie ausgewählt werden. Mittlerweile gibt es bereits Folien mit bis zu 10 Jahren Außenhaltbarkeit. Deshalb sollte auch überlegt werden, wie lange das ausgewählte Muster beibehalten werden soll oder ob es in einigen Jahren schon ausgetauscht werden kann. Beispielsweise können Kindermotive vermutlich schon in einigen Jahren ersetzt oder ganz entfernt werden, weil die Kinder dann andere Präferenzen haben. Außerdem gibt es Milchglasfolie nicht nur in milchig weißer Farbe, sondern schon längst in den verschiedensten Tönen.

Es können auch Glitzereffekte eingearbeitet werden und natürlich, wie schon erwähnt, verschiedenste Muster. Hier ist der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Haltbarkeitsunterschiede weisen auch die verschiedenen Montageverfahren sowie der verwendete Kleber auf. In der Regel wird Acrylat-Kleber verwendet, da dieser als beständigster Kleber für Milchglasfolien gilt. Dieser Kleber wird vor allem für Nassklebeverfahren verwendet und soll auf einfache Weise blasenfrei montierbar sein. Selbstklebende Folien und auf Wasser basierende Kleber können nicht so leicht mit dem Nassklebeverfahren angebracht werden. Außerdem gibt es auch Milchglasfolie mit ablösbarem Kleber. Dieser ist besonders gut geeignet für Folien, die nur kurzfristig kleben müssen. Die Folie kann dann in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten sehr leicht und ohne Kleberrückstände entfernt werden, z.B. für Schaufenster, die nur für eine bestimmte Saison beklebt werden o.ä.. Eine weitere Technologie sind Folien mit eingebauten Luftkanälen. Mit diesem Folientyp ist es möglich, die Folien blasenfrei und ohne Wassereinsatz zu verkleben. Die Luft zwischen Folie und Klebefläche wird durch die Luftkanäle anschließend ausgedrückt.

Montagetipps

Vor dem Bekleben muss bei allen Verfahren die zu beklebende Fläche sauber und fettfrei sein. Dabei genügt es, die Fläche mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel zu säubern. Die Temperatur während des Beklebens sollte bei mindestens 15°C liegen. Nach dem Bekleben hält die Folie Temperaturen zwischen -30°C bis +80°C aus. Für die Nassverklebung sollte eine saubere Sprühflasche mit Wasser und einigen Tropfen Spülmittel oder Babyshampoo bereitgehalten werden. Die zu beklebende Fläche sowie auch die Folie wird nun mit dem Wasser eingesprüht. Durch den Wasserfilm, der sich zwischen Montagefläche und Folie bildet, kann die Folie, die jetzt auf die zu beklebende Fläche gelegt wird, nach den eigenen Wünschen hin und her gerutscht werden.

Wichtig ist, dass nun auch die nicht klebende Folienseite besprüht wird, um die Folie beim darauffolgenden Rakeln zu schützen. Es soll also jetzt das ganze Wasser mit dem Rakel gleichmäßig an den Seiten herausgedrückt werden. Um Kratzer zu vermeiden, kann das Rakel mit einem Papierhandtuch umwickelt werden. Überstehende Folie wird mit einem Cuttermesser weggeschnitten. Um den Fenstergummi nicht zu beschädigen, wird dieser mit dem Rakel geschützt. Das überschüssige Wasser an den Rändern wird vorsichtig mit einem Papiertuch abgetupft und die Übergänge von Folie zur Fläche nochmals mit dem Rakel angedrückt. Das ganze muss gut trocknen und sollte erst ein bis zwei Wochen nach der Montage gereinigt werden. Dazu sollten keine harten Gegenstände wie Bürsten o.ä. verwendet werden. Gegebenenfalls kann es zu Weißfärbungen des Acrylat-Klebers kommen. Diese verschwinden jedoch in der Regel nach wenigen Tagen.

Das Trockenverfahren funktioniert ganz ähnlich, nur ohne Wasser. Die zu beklebende Fläche muss gereinigt werden, bevor die Folie darauf platziert wird. Mit dem Rakel wird die Luft durch die Luftkanäle der Folie gedrückt und anschließend überschüssige Folie entfernt.

- Die Tipps sind ohne Gewähr und Folien abhängig -