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Waldvermehrung

Vor dem Hintergrund des immer noch anhaltenden Waldverlustes überall in Deutschland und Europa, ja auf der ganzen Welt, werden immer mehr Waldprojekte in Form neuer Aufforstungen gestartet. Fakt ist dabei eindeutig: Wir brauchen wieder mehr Wald!

Doch was ist Wald eigentlich und wozu benötigen wir ihn?

Wald ist ein schichtartig aufgebautes, lebenswichtiges Ökosystem, das mit verschiedenartigen Gehölzen und Bäumen unterschiedlicher Höhe bewachsen ist. Wissenschaftlich gesehen spricht man dabei von Wald, wenn die Bäume in winterkalten Gebieten mindestens drei- und in gemäßigten Klimazonen mindestens sieben Meter hoch sind.

Grundsätzlich sind Wälder sehr komplexe Ökosysteme, die nach den Ozeanen den wichtigsten Einfluss auf das globale Klima unserer Erde haben. Sie senken dabei den Kohlendioxidgehalt nachhaltig und sind gleichermaßen die wichtigsten Sauerstoffproduzenten in unserem globalen Haushalt. Der weltweit enorme Artenreichtum hält für die Industrie und Wissenschaft einen unschätzbaren "Genpool" bereit. Je nach Klimazone und anderen Umwelteinflüssen können wir die Wälder global in verschiedene Vegetationszonen unterteilen, die in jedem Fall Klima und Umweltabhängig sind.

Doch ganz gleich, welcher Art der Baumbestand des vorhandenen Waldes ist und unter welchen klimatischen Bedingungen er wächst, die Waldfunktionen sind an jedem Standort nahezu gleich.

Neben der Sauerstoffproduktion und dem Erholungseffekt obliegt dem Wald auch noch ein enormer wirtschaftlicher Nutzen. Er liefert für verschiedenste Anwendungsbereiche das Rohmaterial Holz, produziert zudem verschiedenste "Nichtholzprodukte" zu Nahrungs- oder Heilzwecken sowie als Werkstoff. Außerdem übernimmt der Wald eine landschaftliche Schutzfunktion für Mensch, Tier oder auch andere Elemente, die von großer ökonomischer und ökologischer Bedeutung sind.

Die einmaligen pflanzlichen Ressourcen müssen unbedingt geschützt und erhalten werden, da sie zu den unersetzlichen und wichtigen mikroklimatischen Faktoren gehören.

Sie beeinflussen nachhaltig den Wasserkreislauf unserer Erde, dienen dem Immissionsschutz und sind oft letztes Rückzugsgebiet für scheue Tiere. Obwohl der Wald eine verhältnismäßig wenig genutzte Fläche darstellt, ist sein Erhalt in Form von Aufforstung und anderen Naturschutzmaßnahmen oberstes Gebot.

Natürlich ist der Wald der Wald ebenfalls ein unersetzliches kulturelles Erbe, das sogar unter juristischen Gesichtspunkten für schützenswert gehalten wird. Sie sind sowohl ein natürlicher Beitrag zum Denkmalschutz, als auch zur Lehre und Forschung. In diesem Areal - ob in heimischen Wäldern oder Urwaldgebieten – verzeichnet besonders die Pharmaindustrie durch das erforschen und auffinden neuer pflanzlicher Wirkstoffe große Erfolge.

Seit Beginn der so genannten Zivilisation nahm der Mensch in verschiedenster Art Einfluss auf den Bestand und die Entwicklung des Waldes. Zunächst wurden Wälder gerodet um Bau- und Ackerflächen zu gewinnen. Später erkannte man die Zweckmäßigkeit des Waldes als Energie- und Rohstofflieferant. Nun nahm die allgemeine Entwaldung ihren Lauf und hinterließ mehrfach ein ungewohntes und zudem gefährliches Resultat menschlichen Eingreifens.

Heute haben wir überall auf der Welt eine enorme, nie da gewesene globale Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und damit gegenüber uns selbst und natürlich den folgenden Generationen. Das ist ein wichtiger Grund, warum die Abholzung der Wälder dringend gestoppt und die Waldvermehrung oder Aufforstung vorangetrieben werden muss.

Wir sind es dem Wald- und Klimaschutz schuldig

 


 

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